ÌÇÐÄÊÓÆµ

Richtlinien

Green Claims Directive zurückgezogen: Was EmpCo für Ihre ESG-Kommunikation bedeutet

Ab September 2026 müssen Unternehmen aufgrund der EmpCo jede Umweltaussage mit Daten belegen. Was jetzt zu tun ist.

Green Claims Directive: Trotz regulatorischer Unsicherheiten steigt der Handlungsdruck

Letzte Aktualisierung am 16. Juli 2026

[cg_add-class=heading-style-h4]In aller Kürze

  • Die EU-Kommission hat den Vorschlag zur Green Claims Directive im Juni 2025 offiziell zurückgezogen. Das Gesetzgebungsverfahren wird nicht fortgesetzt.
  • Die Empowering Consumers Directive (EmpCo, Richtlinie 2024/825) ist seit März 2024 in Kraft. Die Mitgliedstaaten müssen sie bis zum 27. März 2026 in nationales Recht umsetzen. Die Vorschriften gelten ab dem 27. September 2026.
  • EmpCo verbietet pauschale Umweltversprechen ohne belegbare ESG-Daten und schafft klare Regeln gegen Greenwashing.
  • Marketing und Kommunikation müssen künftig basierend auf belastbaren ESG-Daten nachweisbare Aussagen treffen.
  • Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes im jeweiligen Mitgliedstaat.
  • Mit Sunhats Collaborative Proof Platform arbeiten Nachhaltigkeits-, Rechts- und Marketingteams effizient zusammen und vermeiden Compliance-Risiken.

Was ist mit der Green Claims Directive passiert?

Die Green Claims Directive sollte Unternehmen dazu verpflichten, Umweltversprechen durch anerkannte Methoden, Drittprüfung und standardisierte Belege wissenschaftlich abzusichern. Begriffe wie žklimaneutralœ, žumweltfreundlichœ oder žnachhaltig produziertœ hätten nur noch verwendet werden dürfen, wenn sie mit konkreten, überprüfbaren ESG-Daten hinterlegt sind.

Am 20. Juni 2025 gab die EU-Kommission offiziell bekannt, den Vorschlag zurückzuziehen. Die größte Fraktion im Europäischen Parlament, die Europäische Volkspartei (EVP), hatte zuvor die Rücknahme gefordert. Begründung: Die Anforderungen seien žÃ¼bermäßig komplex, bürokratisch belastend und kostspieligœ für Unternehmen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hatten Bedenken gegen die verpflichtende Drittprüfung geäußert.

Die Green Claims Directive wird nicht verabschiedet. Doch die Pflicht zur belegbaren Nachhaltigkeitskommunikation bleibt bestehen, und zwar durch die Empowering Consumers Directive (EmpCo).

Was regelt die Empowering Consumers Directive (EmpCo)?

Im Gegensatz zur Green Claims Directive ist EmpCo (offiziell Richtlinie (EU) 2024/825) bereits beschlossen und seit dem 26. März 2024 in Kraft. Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis zum 27. März 2026 in nationales Recht umsetzen. Die Vorschriften gelten ab dem 27. September 2026.

Die zentralen Vorgaben:

  • Verbot unspezifischer Umweltversprechen: Begriffe wie "grün", "umweltfreundlich", "klimaneutral" oder &±ç³Ü´Ç³Ù;°ä°¿â‚‚-°ì´Ç³¾±è±ð²Ô²õ¾±±ð°ù³Ù&±ç³Ü´Ç³Ù; dürfen nur verwendet werden, wenn sie mit Daten belegt sind.
  • Verbot selbst erstellter Nachhaltigkeitslabel: Unternehmen dürfen keine eigenen Siegel oder Symbole ohne objektive Prüfkriterien entwickeln, die Nachhaltigkeit suggerieren.
  • Transparenzpflichten: Kund:innen müssen nachvollziehen können, wie sich ein Umweltversprechen zusammensetzt.
  • Durchsetzung: Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes im jeweiligen Mitgliedstaat. Die Durchsetzung erfolgt über die bestehenden nationalen Verbraucherschutzstrukturen.

Kurz gesagt: Marketing und Kommunikation müssen jede Umweltaussage mit dokumentierten, auditierbaren Daten belegen können.

Wie gut erfüllen Sie die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie? Finden Sie es mit unserem EmpCo-Readiness-Checker heraus!

Frage 1 0%

Ihr Ergebnis ist bereit.

Geben Sie Ihre Daten ein und wir zeigen Ihnen, wie es um Ihre Umweltaussagen steht, welche Bereiche das größte Risiko bergen und das EmpCo Proof Readiness Toolkit.

Dieses Tool bietet allgemeine Orientierung auf Basis der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825. Es stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich an eine fachkundige Stelle oder sprechen Sie mit unserem Team.

Wo stehen die EU-Mitgliedstaaten bei der Umsetzung?

Die Umsetzungsfrist vom 27. März 2026 ist abgelaufen. Einige Mitgliedstaaten haben EmpCo bereits in nationales Recht überführt, andere befinden sich noch im Gesetzgebungsverfahren. Unabhängig vom nationalen Umsetzungsstand gilt: Ab dem 27. September 2026 sind die Vorschriften verbindlich. Unternehmen, die in mehreren EU-Märkten tätig sind, sollten sich auf die jeweils strengste nationale Auslegung vorbereiten.

Hinweis: Um zu prüfen, welche Mitgliedstaaten die Umsetzung bereits abgeschlossen haben, nutzen sie den aktuellen zur Richtlinie 2024/825.

Warum ESG-Daten jetzt zur Voraussetzung für Marketing werden

Für Nachhaltigkeitsteams verändert sich damit das Aufgabenprofil. Die ESG-Abteilung kann sich nicht länger als reines Reporting-Team verstehen. Ihre Daten bilden die Grundlage für strategisches Marketing, Produktkommunikation und externe Glaubwürdigkeit.

Diese Entwicklung betrifft vor allem Unternehmen, die aktiv mit ihrer Nachhaltigkeitsleistung werben “ etwa in folgenden Bereichen:

  • Unternehmens-Website
  • Verpackungsdesign
  • Nachhaltigkeitsberichte
  • Ausschreibungen (z.¯B. mit EcoVadis oder ÌÇÐÄÊÓÆµ)
  • Employer Branding
  • PR- und Medienarbeit

Überall dort, wo eine Aussage über Umweltwirkungen steht, müssen strukturierte ESG-Daten dahinter liegen: Quellen, Kennzahlen, Methodik und zeitliche Gültigkeit. Die Zeit pauschaler Nachhaltigkeitsbotschaften ist vorbei.

Die eigentliche Herausforderung: ESG-Teams dürfen nicht zum Flaschenhals werden

Die Realität sieht oft anders aus. Nachhaltigkeitsteams sind bereits ausgelastet mit:

  • Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie z.B. Wasserziele oder Dekarbonisierung
  • CSRD-Berichterstattung und ESRS-Offenlegungen
  • Lieferkettensorgfaltspflichten
  • Kundenfragebögen inkl. EcoVadis und ÌÇÐÄÊÓÆµ

Zusätzlich jede Marketingaussage, Pressemitteilung und Produktkennzeichnung zu prüfen, ist unrealistisch. Was Unternehmen brauchen, ist kein zusätzliches Personal, sondern ein System, das geprüfte ESG-Daten für alle Teams zugänglich macht.

So machen Sie ESG-Daten zum Nachweis, den jedes Team nutzen kann

Eine Collaborative Proof Platform wie ÌÇÐÄÊÓÆµ schließt die Lücke zwischen dem Erfassen von ESG-Daten und deren Nutzbarkeit im gesamten Unternehmen.

Die wichtigsten Vorteile:

1. Eine Proof Library für alle ESG-Daten

  • Alle Daten, wie z.B. Nachweise, Dokumente, Emissionskennzahlen und Maßnahmenberichte an einem Ort.
  • Jeder ESG-relevante Claim ist mit Belegen verknüpfbar.

2. Reibungslose Zusammenarbeit mit anderen Teams

  • Marketing, Legal und Produktentwicklung können gezielt auf geprüfte ESG-Daten zugreifen.
  • Rollenspezifischer Zugriff erleichtert die Zusammenarbeit ohne Datenschutzrisiken.

3. Schnellere ESG-Berichterstattung und Bewertungen

  • Die strukturierte Datenbasis erleichtert auch die Bearbeitung von ESG-Ratings wie EcoVadis oder ÌÇÐÄÊÓÆµ.
  • Doppelte Arbeit wird vermieden.

4. Belegbare Kommunikation mit Substanz

  • Jede Nachhaltigkeitsaussage führt zurück auf konkrete, überprüfbare Belege. Genau das verlangt EmpCo, und genau das schützt Ihr Unternehmen vor Greenwashing-Vorwürfen.

Häufige Greenwashing-Fehler, die EmpCo sanktioniert

Ab September 2026 werden folgende Aussagen zum Compliance-Risiko:

  • žKlimaneutralœ ohne Methodik: Kompensation allein macht ein Produkt nicht klimaneutral. EmpCo verlangt transparente Berechnungsmethoden und nachweisbare Reduktionspfade.
  • žNachhaltige Verpackungœ ohne Lebenszyklusdaten: Aussagen zur Verpackungsnachhaltigkeit müssen auf konkreten Lebenszyklusanalysen basieren, nicht auf Annahmen.
  • Selbst erstellte Öko-Label: Jedes Nachhaltigkeitssiegel, das nicht auf einem Zertifizierungssystem Dritter oder einer öffentlichen Stelle basiert, ist künftig verboten.
  • žWir setzen uns für Nachhaltigkeit einœ ohne Plan: Zukunftsgerichtete Aussagen müssen durch konkrete, zeitgebundene Ziele und unabhängig überprüfbare Fortschrittsberichte gestützt sein.

All diese Fehler werden ab EmpCo-Geltung durchsetzbar. Die Lösung ist nicht, weniger über Nachhaltigkeit zu kommunizieren, sondern jede Aussage auf dokumentierte, auditierbare Belege zu stützen.

Typische Fehler, die durch strukturiertes ESG-Datenmanagement vermieden werden können

Fazit: Glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation beginnt mit strukturiertem Proof

Die Green Claims Directive ist vom Tisch. EmpCo ist da. Ab dem 27. September 2026 muss jede Umweltaussage gegenüber EU-Verbraucher:innen mit überprüfbaren Daten belegt sein.
Der Schlüssel liegt in der richtigen Infrastruktur:

  • ESG-Daten strukturiert erfassen
  • Kollaboration ermöglichen
  • Belege jederzeit verfügbar machen

ÌÇÐÄÊÓÆµs Collaborative Proof Platform schafft genau diese Grundlage. Wir helfen Unternehmen, verstreute ESG-Daten in organisierten, überprüfbaren Nachweis zu verwandeln, effizient, kollaborativ und EmpCo-konform.

Schluss mit Chaos. Einfach nachweisen.

Ihr nächster Kundenfragebogen, Rating oder Audit muss kein "Feuerwehreinsatz" mehr sein. Setzen Sie auf Sunhat´s Collaborative Proof Platform.

Geschrieben von:
Liisa Kelo
Head of Head of Solution Strategy
Liisa Kelo ist Head of Solution Strategy bei Sunhat. Zuvor leitete sie unser Customer Succes Team und arbeitete in der Wertschöpfungskettenentwicklung beim Forest Stewardship Council (FSC) International, wo sie wertvolle Erfahrungen mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen sammeln konnte. Insbesondere die Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Umgang mit Rahmenwerken, Standards und Zertifizierungen stellen müssen. Nun unterstützt sie unsere Kunden bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen rund um ESG (ÌÇÐÄÊÓÆµ, CSRD, EcoVadis & Co.). In Ihrer Rolle beschäftigt sie sich mit den neuesten regulatorischen Entwicklungen.
Heading

Heading

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Suspendisse varius enim in eros elementum tristique. Duis cursus, mi quis viverra ornare, eros dolor interdum nulla, ut commodo diam libero vitae erat. Aenean faucibus nibh et justo cursus id rutrum lorem imperdiet. Nunc ut sem vitae risus tristique posuere.

Inhaltsverzeichnis

Case name

Geschrieben von:
Liisa Kelo
Head of Head of Solution Strategy
ressourcen

Das Neueste von ÌÇÐÄÊÓÆµ

Updates, Guides und Tools, mit denen Sie schneller nachweisen können

Alle anzeigen